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Carambol-Regeln

 

Freie Partie

 

Carambol wird mit drei Bällen gespielt. Ein roter Ball, ein weißer Ball und ein markierter weißer bzw. gelber Ball. Die Spieldistanz und die Disziplin müssen abhängig von der Stärke der Spieler vor jeder Partie abgesprochen werden. Normalerweise sollte eine Partie ca. ein bis zwei Stunden dauern. Auch ein Satzsystem ist möglich, d.h. man spielt kurze Distanzen; Sieger ist dann derjenige, der die entsprechende Anzahl an Spielen gewonnen hat.

 

Eine Partie wird immer mit einem Bandenentscheid begonnen. Hier wird entschieden, wer die Partie beginnen darf. Sind sich beide Spieler vorher einig, wer beginnen soll, kann der Bandenentscheid wegfallen. In einem offiziellen Turnier muss dieser erfolgen. Der beginnende Spieler hat in der ganzen Partie nur mit dem reinweißen Ball zu Spielen, sein Gegner immer mit dem markierten bzw. gelben Ball. Der rote Ball ist niemals Spielball!

 

Beim Bandenentscheid werden die beiden Spielbälle in der Höhe der Anstoßlinie aufgestellt, so dass die Spieler gleichzeitig abstoßen können. Der Spielball wird dann so an die obere Bande gespielt, dass er möglichst nahe an der unteren Bande zu liegen kommt. Der Spieler, dessen Ball am nächsten zur unteren Bande liegt, hat das Recht zu entscheiden, wer beginnen darf. Nach diesem Entscheid werden die Bälle in der Grundstellung platziert.

 

Ein Spieler bleibt solange am Tisch, bis er einen Fehler gemacht hat. Ziel des Spieles ist es, mit dem eigenen Ball die beiden anderen zu berühren.

 

Für jede Karambolage erhält der Spieler einen Punkt, den er für sich zählt.

 

Macht ein Spieler einen Fehler, setzt er sich auf seinen Platz zurück und der andere Spieler kommt an die Reihe. Er spielt an der Stellung weiter, die Sein Gegner ihm hinterlassen hat.

 

An der Anzeigetafel sind zu markieren:

Die erzielten Punkte - von jedem Spieler nach einem Fehler

Die Anzahl der Spielerwechsel (Aufnahmen) - vom beginnenden Spiel

Ein Fehler ist:

  • Wenn bei der Ausführung des Stoßes einer oder mehrere Bälle aus der Spielfläche hinausspringt (die mit Tuch bezogene Spielfläche)
  • Wenn die an die Disziplin geknüpfte Bedingung nicht erfüllt wurde.
  • Wenn der Spieler auf der Spielfläche oder auf der Bande sichtbare Merkzeichen anbringt.
  • Wenn der Spieler zum Zeitpunkt des Abstoßes nicht wenigstens mit einem Fuss den Boden berührt
  • Wenn der Spieler durchstößt
  • Wenn der Spieler einen mit dem Spielball feststehenden Ball direkt anspielt ohne einen Kopfstoßrückläufer zu Spielen.
  • Wenn der an der Bande feststehende Ball gegen die Bande gestoßen wird.
  • Wenn der Spieler abstößt, bevor alle anderen Bälle zur Ruhe gekommen sind.
  • Wenn der Queue nicht vorschriftgemäß benutzt wird.
  • Wenn der Spieler die Bälle berührt und nicht den Schiedsrichter bzw. den Spielpartner bittet, den Ball zu reinigen.
  • Wenn der Spieler in irgendeinerweise Handlungen unternimmt, um die Lage der Bälle oder den Lauf dieser zu beeinflussen. Es ist pro Stoß nur eine Queuelederberührung mit dem Spielball erlaubt.
  • Wenn der Spieler weiterspielt, obwohl der Schiedsrichter merklich das Spiel unterbrochen hat.

Ein durch eine dritte Person verursachter Fehler darf dem Spieler nicht zur Last gelegt werden. Sind in einem solchen Fall Bälle verschoben worden, so versucht der Schiedsrichter diese möglichst genau wieder zurückzulegen. Erreicht ein Spieler die vorgelegte Distanz so ist die Partie beendet. Ist diese Person der Spielbeginner, so bekommt der zweite Spieler noch eine Chance - den Nachstoß. Dabei werden die Bälle wieder in der Grundstellung aufgelegt- der weiße Ball wird allerdings mit dem gelben Ball vertauscht. Auch ist es möglich, dass die vorher festgelegte Aufnahmenzahl zuvor erreicht wird. Dann hat der zweite Spieler noch die Möglichkeit des Nachstoßes.

 
Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

 

Bemerkung:

Fingerschnippen oder Klopfen der Zuseher bedeutet Anerkennung für einen gut gelungenen Stoß.

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